Die punische Nekropole am Puig des Molins

Die best erhaltene Nekropolis des Mittelmeerraums und Heim der Göttin Tanit

Es ist die größte und best erhaltene Nekropolis der Welt. Sie liegt auf dem Berg Puig des Molins und war während des gesamten Altertums der Friedhof der Stadt Ibiza.

Sie liegt ca. 500 m westlich des Puig de Vila, am selben Ort, an dem die Stadt durch Phönizier Ende des 7. Jahrhunderts vor Christus gegründet wurde. Wie es in phönizischen Städten üblich war, befanden sich die Wohnhäuser der Lebenden nahe bei denen der Toten, meist getrennt durch natürliche bzw. geografische Gegebenheiten. Der Name Puig des Molins geht auf die Windmühlen zurück, die mindestens seit dem 15. Jahrhundert die Anhöhe krönten. Heute sind nur noch wenige dieser Mühlen erhalten und nicht mehr in Gebrauch.
In einer der Windmühlen wohnten ein paar Tage lang der Dichter Rafael Alberti und seine Frau Mª Teresa León, als sie sich im Juli 1936 bei Ausbruch des Bürgerkriegs auf der Insel aufhielten.

Der ursprüngliche Friedhof, der Ende des 7. Jh. v. Chr. durch die Phönizier errichtet wurde, befand sich am Fuße des Abhangs und erfuhr durch die Entwicklung der Stadt in den punischen und römischen Epochen ein enormes Wachstum.

Später wurde der Boden zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt, an den Hängen wurden Terrassenbeete eingerichtet, auf denen Oliven-, Mandel-, Johannisbrot- und Feigenbäume gepflanzt und Windmühlen errichtet wurden.

Derzeit ist der Hang Teil des archäologischen Museums von Eivissa und Formentera. Der Hügel ist mit einer dichten Vegetation, vor allem mit Sträuchern, bedeckt. Man geht davon aus, dass sich allein aus der punischen Zeit ca. 3.000. Im Museum sind zahlreiche Kunstwerke ausgestellt, die bewundert werden können, allerdings ist es vor allem die traditionell griechische Terracota-Büste der Göttin Tanit aus hellenistischer Zeit, die eine echte Ikone der Insel ist.